Anleitung
SportWetter beantwortet eine Frage: wann heute die beste Zeit für dein Training draußen ist. Diese Seite zeigt, wie du dorthin kommst.
1. Ort und Sportart wählen
Ganz oben stehen zwei Angaben. Links suchst du deinen Trainingsort, rechts wählst du die Sportart. Beides merkt sich die App auf deinem Gerät, beim nächsten Aufruf geht es sofort weiter.
Statt zu suchen kannst du auch deinen aktuellen Standort verwenden. Der wird nur auf Klick abgefragt und dient allein als Koordinate für die Wetterabfrage.
Die Sportart ist keine Kosmetik. Sie entscheidet, wie stark Hitze, Wind, Regen und Kälte in die Bewertung eingehen. Wind kostet auf dem Rennrad ein Vielfaches dessen, was er beim Wandern kostet, und Fahrtwind kühlt beim Radfahren spürbar. Dieselbe Stunde bekommt deshalb je nach Sportart einen anderen Wert.
2. Den Score lesen
Die große Karte oben beantwortet die Frage für jetzt. Sie zeigt drei Dinge auf einmal.
- Die Stufe in großen Buchstaben: Ideal, Gut, Vorsicht oder Meiden.
- Den Score als Zahl von 0 bis 100 im Bogen daneben. Ab 80 ist es ideal, ab 60 gut, ab 40 Vorsicht, darunter Meiden.
- Kurze Stichworte darunter, warum es gerade so bewertet wird. Zum Beispiel Hitze, Wind oder Gewitter.
Darunter stehen die vier Zahlen, die die Entscheidung tragen, und danach in ganzen Sätzen die Gründe. Wenn dich interessiert, wie der WBGT zustande kommt, tippe auf eine Stunde im Zeitband. Dort steht die vollständige Herleitung.
3. Das Zeitband nutzen
Das Band zeigt die nächsten 24 Stunden. Unten liegt die Ampel je Stunde mit der Punktzahl, darüber läuft der WBGT als Kurve. Der hellere Hintergrund markiert das Tageslicht, die gestrichelte Linie steht auf der aktuellen Stunde.
Die Klammer über dem Band markiert das beste Fenster für eine harte Einheit. Antippen einer Stunde öffnet die Detailansicht mit allen Messwerten und der Rechnung dahinter.
4. Amtliche Warnungen
Wenn für deine Region eine amtliche Unwetterwarnung gilt, steht sie ganz oben, noch über der Bewertung. Diese Warnungen berechnet die App nicht selbst. Sie stammen von MeteoAlarm und dem zuständigen nationalen Wetterdienst und haben Vorrang vor allem, was hier gerechnet wird.
Mehrere gleichartige Meldungen an aufeinanderfolgenden Tagen werden zu einem Zeitraum zusammengefasst. Aufklappen zeigt den amtlichen Wortlaut im Original.
5. Eine Einheit planen
Unter Plan legst du einen konkreten Termin fest. Die App bewertet dann genau dieses Fenster und nennt die schlechteste Stunde darin. Wer um 17 Uhr startet und zwei Stunden unterwegs ist, muss wissen, wie es um 18 Uhr aussieht.
Die Vorschau reicht 48 Stunden. Das ist keine willkürliche Grenze, sondern die Reichweite der hochauflösenden Regionalmodelle, auf denen die Bewertung ruht.
6. Eine Strecke bewerten
Für Rennrad und Triathlon reicht ein einzelner Ort oft nicht. Bei zwei Stunden Fahrt liegen zwischen Start und Ziel schnell zwei Hitzestufen. Unter Plan findest du deshalb die Streckenbewertung mit drei Wegen zur Eingabe.
- Eine GPX-Datei aus Komoot, Strava, Garmin und ähnlichen Diensten laden. Das ist die genaueste Angabe, weil die echte Streckenführung darin steht. Die Datei bleibt auf deinem Gerät, nur Koordinaten gehen an den Wetterdienst.
- Orte nacheinander wählen: Start, beliebig viele Zwischenziele, Ziel. Die App rechnet mit der Luftlinie zwischen diesen Orten. Kennst du die echte Streckenlänge, trage sie ins Feld Streckenlänge ein, dann verschieben sich die Zwischenpunkte entsprechend.
- Nur Distanz und Höhenmeter eintragen. Dann bleibt die Bewertung am Startort und zeigt allein, wie sich das Wetter dort über die Dauer ändert.
Wichtig ist die Geschwindigkeit. Aus ihr, der Distanz und den Höhenmetern schätzt die App die Dauer und daraus, wann du wo bist. Jeder Streckenpunkt wird zu seiner eigenen Ankunftszeit und an seinem eigenen Ort bewertet. So siehst du, ob die Hitze erst auf dem Rückweg zum Problem wird.
7. Trinken und Essen
Unter Plan gibt es einen Trink- und Essensplan. Er schätzt aus Sportart, Dauer, Intensität, Körpermasse und WBGT deine Schweißrate und leitet daraus Trinkmenge, Natrium und Kohlenhydrate ab.
Alle Werte lassen sich überschreiben, wenn du deine eigenen Zahlen kennst. Wer seine Schweißrate einmal per Wiegen vor und nach einer Einheit bestimmt hat, ist damit genauer als jede Schätzformel.
8. Das Hitzeprofil kalibrieren
Menschen vertragen Hitze unterschiedlich gut. Deshalb lernt die App von dir. Nach einer Einheit gibst du im Tagebuch an, ob es zu warm, gerade richtig oder zu kalt war. Aus mehreren solchen Rückmeldungen verschiebt sich deine Komfortgrenze.
Das Profil wird je Sportart getrennt geführt. Was beim Laufen zu warm ist, kann auf dem Rad noch gehen.
Unter Einstellungen kannst du zusätzlich ein Körperprofil hinterlegen. Körpermasse und Größe verschieben die Komfortgrenze, weil die Wärmeabgabe an der Körperoberfläche hängt und die Wärmeproduktion an der Masse.
9. Trainingszeiten und Warnschwellen
Unter Einstellungen legst du fest, wann du überhaupt trainieren kannst. Ein Fenster um 4 Uhr früh nützt nichts, wenn du um 7 Uhr arbeiten musst. Mehrere Profile sind möglich, etwa Arbeitstage und Wochenende, und die App wählt automatisch das passende.
Ebenfalls dort stellst du ein, ab welcher Hitzestufe und ab welchem Score die App warnen soll. Der Vorschlag zur Trainingsdauer folgt dann der Hitzestufe und fließt direkt in den Trinkplan ein.
10. Deine Daten sichern
Alles bleibt in deinem Browser. Es gibt kein Konto und keinen Server, auf dem etwas nachliegt. Das hat eine Kehrseite: löschst du die Browserdaten oder wechselst das Gerät, sind Orte, Profile und Tagebuch weg.
Lade dir deshalb unter Einstellungen gelegentlich eine Sicherung herunter. Die Datei gehört dir und lässt sich auf jedem Gerät wieder einspielen.
Installierst du die App als Kachel auf dem Startbildschirm, steigt die Chance, dass der Browser den Speicher dauerhaft behält. Außerdem startet sie dann auch ohne Netz mit der zuletzt geladenen Vorhersage.
11. Was die App nicht kann
Die Werte sind Modellrechnungen aus einer Vorhersage. Mikroklima bleibt außen vor. Asphalt in der Sonne, Windschatten hinter einer Hecke oder ein Talkessel können deutlich anders sein als der Gitterpunkt des Modells.
Für Wettkampfentscheidungen ersetzt auch ein gutes Modell keine gemessene WBGT vor Ort. Und nichts davon ist medizinischer Rat. Die Entscheidung über Training, Intensität und Abbruch triffst du selbst.
Wie jede Zahl zustande kommt, steht offen auf der Methodik-Seite. Jede Stunde lässt sich außerdem als CSV oder JSON exportieren und nachrechnen.